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Haludovo Palace Hotel

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1968 in Auftrag gegeben, 1971 eröffnet, war das die Hotelstadt Haludovo ein enormes Prestigeprojekt, staatliche finanziert, um zu Zeiten des kalten Krieges ausländische Investitionen ins Land zu bekommen.
1972 stieg der US-Millonär und Gründer von „Penthouse“, Bob Guccione – größter Konkurrent von Hugh Hefner (Playboy) – mit 45 Millionen US Dollar in das Projekt ein und verwandelte das Haludovo Palace Hotel innerhalb von einem Jahr ‚zum exklusivsten Luxusresort der östlichen Adriaküste und dem bevorzugten Reiseziel der Reichen und Schönen, Kasinogänger und Politiker aus aller Welt. Eine der größten Veränderungen war sicherlich die Umgestaltung des Atriums in der Mitte des Palace Hotels. Während der Architekt Magaš dort vor einem Jahr noch einen entspannenden Loungebereich mit hängenden Gärten geschaffen hatte, verwandelte Guccione es nun in sein persönliches „Penthouse Adriatic Club Casino“.‘
Die ganze Story über Aufstieg und Absturz des „großen“ Bob Guccione könnt ihr hier nachlesen (ich finde es echt interessant 🙂):
https://www.haludovo-palace-hotel.ch/geschichte.html
Knapp ein Jahr nach der Eröffnung ging das Casino nämlich pleite, da die opulente Bewirtung der ganzen Promi-Gäste wohl doch deutlich den Rahmen sprengte.
Bis zum Beginn der Balkankriege blieb die Hotelanlage jedoch weiterhin unter der Leitung des jugoslawischen Arbeiterrats bestehen und auch ohne das Casino kamen weiterhin reiche und prominente Gäste und auch Gastspiele bekannter Musiker fanden statt.
Zwischen 1991 und 1994 wurde der nun leerstehende Hotelkomplex als Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge genutzt, ab 1995 gab es wechselnde Besitzer der durch die wieder ausquartierten Flüchtlinge ziemlich leergeräumten Anlage, das Ganze kam aber wohl nie wieder so richtig in Schwung, so dass 2002 die letzten Gäste dort beherbergt wurden.
Unter dem letzten Besitzer, einem armenisch-russischer Unternehmer, war der Komplex in den letzten 20 Jahren dem Verfall preisgegeben, ein allerletzter Ansatz 2018 führte zu nichts, so dass hier heute ein riesiger Lost Place als Touristenattraktion besteht und wenigstens über die Parkgebühren noch ein bisschen Geld hereinkommt…

Standort: 45.1314714, 14.5270796 Koordinaten in Google Maps anschauen